Ich bin mit Musik aufgewachsen. Dem wäre zunächst nichts hinzuzufügen, aber dann wäre dieser Beitrag recht langweilig. Deshalb werde ich hier etwas ausführlicher, was meine musikalische Früherziehung angeht und was in deren Windschatten (musikalisch) aus mir wurde.
Mein Band-Lebenslauf
Seit Anfang der 1980ern spiele ich in verschiedenen Bands zwischen poppigen bis progressiven Eigenkompositionen und anspruchsvollen Covernummern von „Bohemian Rhapsodie“ (Queen) bis „The Lamb Lies Down On Broadway“ und „Mama“ (jeweils Genesis). Bei diesen Gelegenheiten durfte ich auch einen kleinen Ausschnitt der Welt bereisen, u.a Berlin, Stuttgart, Davos oder Houston.
VIDEO: Keyboard-Solo zu Van Halen’s „Jump“ mit „They Clap“ live bei I EM MUSIC 2022
„The(y) Clap“ 1999
They Clap
1997 – heute
Mein erstes Konzert mit „The(y) Clap“ gab ich im Sommer 1997 als Vertretungsjob für den damaligen Clap-Keyboarder Sebastian, der an diesem 26. Juli verhindert war. Den „Clappern“ war der Auftritt jedoch sehr wichtig, weil es um einen Support für Simon Garfunkel ging. Also habe ich mir die teils anspruchsvollen Nummern draufgemacht. Ich habe damals nicht im Traum daran gedacht, dass ich einige davon auch nach über 25 Jahren mit „The(y) Clap“ spielen sollte. Aus Simon Garfunkel wurde krankheitsbedingt Umberto Tozzi. Es ist rückblickend immernoch ein unvergessliches Erlebnis, mit „The(y) Clap“, also mit der Band auf der Bühne zu stehen, von der ich einige Jahre treuer Fan war.
Aus der Vertretung wurde mit der „Acoustic Session“ im Dezember 1997 eine Stammposition. Seitdem habe ich mit „They Clap“ unzählige Songs auf unzähligen Konzerten gespielt. Dadurch entstanden viele musikalische Freundschaften und Netzwerke, die mich neben meiner musikalischen und technischen Entwicklung ordentlich weitergebracht und einige Türen geöffnet haben. Triebfeder war und ist dabei stets der musikalische „Mastermind“ Heiko Sauter, der uns immer wieder vor zunächst unerreichbare Herausforderungen gestellt hat: „Bohemian Rhapsodie“, „Music“, „Goodbye Stranger“, um nur einige zu nennen.
„Wir haben das vermeintlich Unerreichbare immer wieder erreicht. Das verbindet uns, das hält uns zusammen und macht uns zu einer einmaligen musikalischen Familie unterschiedlichster Charaktere.“ ist auf unserer Website zu lesen. So ist es und so soll es noch lange bleiben.
PHIL
2021 – heute
Bei PHIL darf ich seit 2021 an den Keyboards aushelfen, wenn Stammtaster Matthias Engel verhindert ist. Mein Live-Einstieg gab es ausgerechnet in Houston (Texas), was für sich alleine schon ein Erlebnis „Once-In-A-Lifetime“ war. Seitdem begleite ich PHIL ein bis drei Mal im Jahr im ganzen Bundesgebiet, sowie im Mai 2025 auch auf einer kurzen Tour durch Dänemark.
Was Besucherzahlen und Professionalität angeht, fühlt sich PHIL schon sehr nach zweiter Bundesliga an. Zudem kann man sich in der PHIL-Familie saumäßig wohl fühlen. Die Musiker sind fernab jeglicher Allüren und haben mich vom ersten Tag wie einen alten Freund integriert. ❤️
Zu PHIL habe ich bereits seit dem Jahr 2000 einen indirekten Bezug. Ich hatte damals einen Artikel für das Genesis Fanclub-Magazin geschrieben, verlor die Band aber danach bald wieder aus den Augen, bis ich 2013 wieder auf sie aufmerksam wurde. PHIL spielten damals ein Konzert im Raum Freiburg, was ich zum Anlass nahm, für meine Band „Mostly Harvest“ nach einem Job im Vorprogramm anzufragen. Die Band war zwar offen dafür, aber der Veranstalter war da anderer Meinung. Dennoch wurden Myriam und ich von Kurt, Bassist und Booking-Manager bei PHIL, zu dem Konzert eingeladen. Ab dem Zeitpunkt hielten wir immer wieder Kontakt per E-Mail und besuchten das ein oder andere Konzert. Auf die Liste potenzieller Ersatzkeyboarder habe ich es wohl über das Clap-Livealbum „Claptomania“ geschafft, das Kurti irgendwann nebst dem Bonus Track „The Lamb Lies Down On Broadway“ von mir in die Hände bekam.
Die „Tiny Trousers“ live in der Kumedi in Riegel
Tiny Trousers
2023 – heute
Mit den Tiny Trousers spielen wir bewusst mit sehr reduziertem Besteck, aber dennoch mit viel Leidenschaft. Auf der Menükarte stehen Coversongs aber auch eine stattliche Anzahl an Eigenkompositionen. Erstmals kann ich mich mit meinem langjährigen Clap-Bandkollegen Heiko Sauter ausgiebig im Songwriting austoben. Im Oktober 2026 haben wir nach langer Arbeit unser selbst komponiertes Konzeptalbum „Sonne Mond & Erde“ live vorgestellt. Dazu spätestens mehr, sobald wir das Werk digital und physisch veröffentlicht haben.
Bis dahin besuche einfach die Website www.tinytrousers.de
Mostly Harvest
2008 – ?
Eine sehr schöne und kreative Zeit hatte ich mit Mostly Harvest. Dazu schreibe mehr, wenn es die Zeit erlaubt, aber vieles findet sich auf der Seite www.mostlyharvest.com
… un dann waren da noch
- Kies Miller Band (1993 – 1998)
Rock-Covers u.a. mit der Live-Aufführung des kompletten Albums „Dark Side Of The Moon“ von Pink Floyd.
Video vom Open-Air Endingen 1994 auf youTube » - Contact (1984 – 1986)
Selbstgemachte Songs in einem undefinierbaren aber sehr ansprechenden Stil. An der Gitarre: Mein späterer Clap-Kollege Daniel Kreher - KCB (1980er)
Die „Kirchen-Chaos-Band“
Von der Eizelle zum Keyboarder
Schon sehr schnell nach meiner Geburt war ich von Musik umgeben. Die Altersspanne war in meinem Elternhaus sehr hoch, wobei ich mit Abstand da Schlusslicht bildete. Daher lief in den 1960ern und 70ern bei uns Zuhause alles von Bach, Mozart, Marsch, 50er-Schlager bis hin zu Uriah Heep.
Meine Eltern spielten jeweils Instrumente. Mein Papa war Multiinstrumentalist, der sich sein Spiel weitgehend selbst beigebracht hatte. Legendär war seine Gitarrenstimmung, von der es in dieser Variante im Sonnensystem vermutlich nur zwei bis drei weitere Vertreter gab. Geprägt hat er vor allem als „Songwriter“. Er hatte das Talent, über relativ einfache Akkorde sehr schöne Gesangsmelodien zu schreiben. Mama hatte leider selten die Zeit, sich in Ruhe ans Klavier zu setzen. Wenn sie es dennoch tat, war ich immer davon beeindruckt, was sie von ihrem Können aus ihrer Jugend konservieren konnte.
Die meisten direkten Einflüsse gehen auf das Konto meiner Geschwister. Alle sind „etwas“ älter als ich und ich hatte das Glück, in meiner frühen Kindheit direkt neben meinem Bruder zu Hausen – getrennt durch einen weitgehend schalldurchlässigen Einbauschrank. Alben wie „Tommy“ von The Who, „Abbey Road“ von den Beatles oder „After Math“ von den Rolling Stones kannte ich schon kurz nach ihrem Erscheinen so gut wie auswendig.
Mit den Jahren kamen über meine Freunde weitere EInflüsse hinzu, die mich schließlich zum Liebhaber von Bands wie zum Beispiel Genesis, den Dire Straits, Pink Floyd und The Police machten. Insbesondere Genesis ist eine große Konstante in meinem Leben. Keyboarder Tony Banks ist zweifelsohne einer meiner größten Idole.
Nicht zuletzt teile ich den Geburtstag mit Jimmy Hendrix und mit meinem Klavierlehrer Herbert Rombach.
My Papa (an der Gitarre) was a kind of Rolling Stone
Music was my first love. Im Vordergrund mein ersten Tasteninstrument, im Hintergrund meine erste analoge DAW






